Windows Server 2012 R2 Essentials – nicht benötigte Accounts im Dashboard ausblenden

Windows Server 2012 R2 Essentials unterstützt bis zu 25 User und bis zu 50 Devices im Netzwerk. Werden diese Grenzen überschritten meldet Windows Server 2012 R2 Essentials, dass das Produkt nicht lizenzbestimmungsgemäß genutzt wird. Ungünstig ist das, wenn durch zusätzliche administrative Accounts die Grenze erreicht wird bevor tatsächlich 25 IT Benutzer im Netzwerk aktiv sind. Besonders schnell passiert dies, wenn ein Exchange Server in die Domäne integriert wird, da auch die nur für den Exchange Server benötigten Accounts im Dashboard angezeigt werden:

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Aus lizenztechnischer Sicht sieht es also so aus, dass es eigentlich nicht um die Anzahl der Accounts geht, sondern um reale Personen die im Essentials Netzwerk arbeiten. Jedem Individuum muss ein User Account im Windows Server 2012 R2 Essentials zugewiesen werden. Das bedeutet Windows Server 2012 R2 Essentials ist für Netzwerk mit maximal 25 IT Benutzern geeignet. Technisch ist das allerdings so, dass Windows Server 2012 R2 Essentials die Accounts wertet die in dem Essentials Dashboard angezeigt werden.

Die Lösung ist, die nicht benötigten Accounts im Essentials Dashboard auszublenden. Hierfür gibt es die Gruppe „WseInvisibleToDashboard“ im Active Directory – diese finden Sie in Active Directory Benutzer und Computer im Container Users:

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Alle Mitglieder dieser Gruppe werden nicht im Essentials Dashboard angezeigt und zählen auch nicht mehr zum User Limit:

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Nach Hinzufügen der Accounts und einem Klick auf OK verschwinden die User aus dem Essentials Dashboard:

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Obwohl der Exchange Server weiterhin in der Umgebung integriert ist:

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Wenn der Administrator neben dem Account „Administrator“ auch noch einen individuellen User Account in der Essentials Umgebung nutzt darf auch der Account „Administrator“ ausgeblendet werden.

Über den Autor:

Ich bin freiberuflicher Trainer und IT-Berater. Als Microsoft Certified Trainer und Microsoft Senior PreSales Consultant liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf Client- und Serverbetriebssystemen aus dem Hause Microsoft. In dieser Eigenschaft arbeite ich für Microsoft selbst, aber auch für andere Unternehmen wie beispielsweise Fujitsu oder Lenovo sowie viele namhafte Microsoft Partnerunternehmen.