Windows Server 2016 RTM – Storage Spaces Direct für kleine Umgebungen

Windows Server 2016 bietet mit Storage Spaces Direct ein sehr spannendes neues Feature um mit Industrie Standard Servern und lokalen Diks, SSDs und NVMe Disks eine performante, hochverfügbare Hyper-converged Konfiguration aufzubauen.

In der Technical Preview Phase war dies zunächst nur mit mindestens 4 Servern unterstützt:

092816_1342_windowsserv1

Konfigurationen mit 4 bis 16 Knoten sind weiterhin möglich und eignen sich besonders für Umgebungen in denen großer Wert auf mehrfache Redundanz gelegt wird.

Seit Windows Server 2016 Technical Preview 5 ist auch eine Konfiguration von Storage Spaces Direct mit nur 3 Servern möglich:

092816_1342_windowsserv2

Es darf hier immer noch zum Ausfall eines Knotens und einer weiteren Disk kommen ohne dass es zu einem Datenverlust kommt.

Die große Neuerung wurde jetzt im Rahmen der Microsoft Ignite bekannt gegeben: in der RTM Version von Windows Server 2016 sind Storage Spaces Direct Konfigurationen mit nur zwei Knoten möglich:

092816_1342_windowsserv3

Dies ist natürlich besonders für kleinere Umgebungen interessant. Es ist kein weiteres zentrales Storage System erforderlich, allerdings muss ein Cluster Zeuge als Fileshare-Zeuge oder als Cloud-Zeuge konfiguriert werden. Die beiden Server müssen Netzwerktechnisch über mindestens 2x 10 GBit angebunden werden – RDMA ist nicht zwingend erforderlich, wird allerdings empfohlen. In der 2-Knoten Konfiguration darf immer noch ein Knoten komplett ausfallen ohne, dass es zu einem Datenverlust kommt. Es darf dann allerdings in dem verbleibenden Server keine weitere Disk ausfallen. Ein späterer Scale-Out mit zusätzlichen Servern bei zusätzlichem Bedarf an Speicherkapazität oder Rechenleistung ist problemlos möglich.

Zu beachten ist auch, dass Storage Spaces Direct nur in der Datacenter Edition von Windows Server 2016 enthalten ist. Durch die Nutzung der Datacenter Edition auf allen Hosts ergeben sich daraus in diesem Hyper-converged Szenario mit Windows Server 2016 und Storage Spaces Direct allerdings auch unlimitierte virtuelle Nutzungsrechte für Windows Server auf den beteiligten Knoten.

2017-08-23T11:37:32+00:0028. September 2016|Kategorien: Hyper-converged, S2D, Storage Spaces Direct, Windows Server, Windows Server 2016|

Über den Autor:

Ich bin freiberuflicher Trainer und IT-Berater. Als Microsoft Certified Trainer und Microsoft Senior PreSales Consultant liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf Client- und Serverbetriebssystemen aus dem Hause Microsoft. In dieser Eigenschaft arbeite ich für Microsoft selbst, aber auch für andere Unternehmen wie beispielsweise Fujitsu oder Lenovo sowie viele namhafte Microsoft Partnerunternehmen.